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loop #544

autumn of loop

 

 
monik sos - Am Wald - 18. Oktober 2018 8:32 Uhr
 

Sonniges Herbstwetter
mit gelbem Laub auf dem Waldweg
und roten, braunen, grünen Blättern
die noch die Straßenbäume schmücken

Verfaulte Boskopp-Äpfel aus dem Keller holen
und auf die Miste werfen
mit latentem Kopfweh am Schreibtisch sitzen
und in sechs Stunden siebzehn Seiten schreiben

Vorbei der Urlaub, zurück von der Reise
Oktoberfest gefeiert (das hier anders heißt)
Musik gehört: jazzigen, swingigen Rock 'n Roll und verrockte Seemannslieder, viel zu laute Rockbands (nebenan der zu überbietende 'dancer') und die gute Rhythm and Blues-Band mit drei Bläsern
CD-Musik gehört und über ihn gelesen: Stefan Wolpe

Baldwin lesen im Urlaub, im südlichen Europa (Steine: Kiesel, Felsen; frei herum laufende Ziegen, acht Esel auf einer Weide, das salzige Mittelmeer: Steine, Sand)
Wieder daheim beginne ich mehrere Bücher an, u.a. Joan Didion: Das Jahr magischen Denkens / Stefan Wolpe: Von Berlin nach New York
Igor Stravinskij: Gespräche / die neue Maurice Ravel Bild-Monografie /Aufsätze auch (zur Ästhetik)
wieder gearbeitet, heute frei

Viele Bücher gekauft auch (alte überwiegend) - wie ein Ertrinkender (wie ein Süchtiger?), aus dem Bücherschrank genommen auch, geliehen aus der Bibliothek (Wolpe, Jarnach, Weill-Noten) - Ravel, Stravinskij
Tagebücher einsortiert
Bücher mitgenommen: (Der Anfang von Effi Briest: furchtbar, diese Schachtelsätze! Dann mag es gut werden.) Wie klar dagegen 'Der Zauberberg'-Anfang, H. Mann: Professor Unrat (ein zweites Mal lesen? Warum nicht!), ein Büchlein von Günter Bruno Fuchs (das müßte doch zu schaffen sein;)
Schnitzler, Keyserling, Freud: Aufsätze über Träume und Traumdeutung

Träume notiere ich gelegentlich (wenn überhaupt möglich), analysiere sie aber nicht mehr.
Schreibe hochdeutsch und plattdeutsch (es gibt einen neuen plattdeutsch synchronisierten Film: Ritter ...)
Und bald ist Weihnachten?
Schulden habe ich immer noch, aber ein Ende ist abzusehen.
Die Minirente, der Hinzuverdienst, die neue Brille; das, was investiert werden müßte, der nächste Urlaub, ein handy/smartphone wäre nicht schlecht (nie gehabt!), der Camcorder kaputt und auch der (spät erworbene) Fotoapparat, kein eigenes Auto mehr seit langem (ich hatte früher IMMER ein Auto, zuerst geliehen von meiner Mutter;)

Aber glücklich!
Je älter ich werde, desto humorvoller, distanzierter kann ich leben.
Schon seit vielen Monaten keine oder kaum Klamotten gekauft.
Zwei Paar Schuhe: kaputt (aber barfuß laufen muss ich nicht)

ICH
bin nicht so wichtig!
Habe mich doch einigermaßen durch's Leben schlagen können: so wollte ich es doch.

DU
hast die Wahl:
ich diese
oder in jene Richtung:
entscheide Dich
oder es wird für Dich entschieden;
taste Dich vor:
was kommt, weiß niemand
Was lernen wir aus der Vergangenheit?
Wie geht's voran?

 
GŁTeE - Vergangenheitsbewältigung - 17. Oktober 2018 23:57 Uhr